Back to Trad? – Warum Feminismus nicht überflüssig ist

Feminismus – für manche überflüssig, für andere extrem relevant. Da heute, am 08. März, der Internationale Weltfrauentag ist, wollen wir uns mit dem Feminismus im Laufe der Geschichte beschäftigen und damit, warum der Feminismus immer noch eine extrem wichtige Bewegung darstellt. 

Unter Feminismus versteht man eine Bewegung, die sich für die Rechte und Werte der Frauen stark macht. Seit Jahrhunderten müssen Frauen um ihre Rechte und um Anerkennung kämpfen. Noch nie gab es eine Zeit, in der Männer und Frauen dieselben Rechte genossen oder gleichermaßen respektiert wurden. Frauen waren in nahezu jeder Ära benachteiligt, sei es politisch, gesellschaftlich oder im persönlichen Leben. Zum Beispiel, wenn man an ungerechte Bezahlung, den Gender Pay Gap, denkt. Es ist traurig, dass wir immer noch nicht in einer fairen Realität angekommen sind, in der Frauen nicht mehr auf die Straße gehen müssen, um auf ihre Benachteiligung aufmerksam zu machen.

Der Feminismus hat tiefe Wurzeln in der Geschichte und reicht weit zurück. Über lange Zeit wurden Frauen hauptsächlich als Mütter und Hausfrauen betrachtet und – wie ihr auf TikTok sehen könnt – gibt es mittlerweile viele TradWifes, die genau diese klassische Rollenverteilung wieder zurück möchten wie früher: Es waren die Männer, die das Geld verdienten und die Entscheidungen trafen. Frauen hatten keinen Raum für Rebellion oder die Freiheit, ihre Meinung zu äußern. Ihre Lebensrealität war weitgehend von gesellschaftlichen Erwartungen bestimmt, und sie mussten sich den strikten Normen fügen. Männer hingegen übten die Kontrolle aus – sie bestimmten das Leben der Frauen und trafen alle wesentlichen Entscheidungen.

Frauen mit außergewöhnlichem Wissen oder besonderen Fähigkeiten wurden in der Geschichte häufig als Bedrohung wahrgenommen. Woher kommt der Mythos von den Hexen? – Nicht nur kluge und heilkundige Frauen wurden vom Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit als Hexen diffamiert und unter dem Verdacht verfolgt, mit dem Teufel im Bunde zu stehen. Diese Frauen wurden für Naturkatastrophen, Krankheiten, Missernten und andere Unglücke verantwortlich gemacht. Besonders Frauen, die nicht den üblichen Rollenbildern entsprachen, wie Witwen oder Heilkundige, standen unter Generalverdacht. Sie wurden verfolgt, gefoltert, um Geständnisse zu erzwingen, und viele wurden auf grausame Weise verbrannt, ertränkt oder anderweitig hingerichtet. Diese brutalen Verfolgungen hatten tiefgreifende Auswirkungen auf die Wahrnehmung von Frauen in der Gesellschaft.

Es ist wirklich bedauerlich, dass wir trotz aller Fortschritte noch immer eine Gesellschaft haben, in der Frauen ihre Rechte aktiv einfordern müssen. 

Es ist erschreckend, dass es immer noch grundlegende Ungleichheiten gibt, sei es im beruflichen Bereich, in der Politik oder im Alltag. Von der Lohnungleichheit bis hin zu Diskriminierung in vielen Bereichen – Frauen werden nach wie vor systematisch benachteiligt. 

Es ist sogar lebensbedrohlich , dass in vielen Teilen der Welt Frauen nicht einmal Zugang zu grundlegenden Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen haben.

All das zeigt, wie tief verwurzelt die patriarchalen Strukturen noch immer sind, die unser Denken, Handeln und die gesellschaftlichen Normen beeinflussen. Feminismus ist nach wie vor enorm wichtig, weil er nicht nur für die Rechte von Frauen kämpft, sondern für die Schaffung einer gerechteren Gesellschaft insgesamt – einer, in der jeder Mensch, unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder sozialer Stellung, gleichwertig behandelt wird. Denn wahre Gleichberechtigung bedeutet nicht nur, dass Frauen die gleichen Rechte wie Männer haben, sondern auch, dass diese Rechte in der Gesellschaft aktiv gefördert und respektiert werden. Feminismus ist daher nicht nur eine Bewegung für Frauen, sondern für alle, die sich eine Gesellschaft wünschen, die auf Gerechtigkeit und Gleichwertigkeit basiert.

Ein Kommentar zum Internationalen Weltfrauentag am 08. März von unserer Redakteurin Charlotte aus dem 10. Jahrgang.

Das Bild haben wir KI-generiert mit Dall.E.