Europa AG on Tour – die Botschafterkonferenz 2026
Wie können wir Schülerinnen und Schülern Europa, die EU und die Arbeit von EU-Organen besser beibringen? Wie arbeitet die Europäische Union, wie werden Haushaltspläne entwickelt und was macht ein MdEP? Diese Fragen konnten wir, vier JuBos (Juniorbotschafter*innen des Europäischen Parlaments) in Begleitung von Herrn Matthies und Frau Baden als SeBos, uns auf der Botschafterkonferenz der deutschen Botschafterschulen in Lehrte beantworten lassen.
So richtig wussten wir nicht, was genau uns in Lehrte erwarten würde, als wir am Donnerstagmorgen in Scheeßel in den Zug gestiegen sind. Nach einer wundervollen Fahrt mit der allerliebsten Bummelbahn sind wir mit etwas Verspätung in Hannover angekommen, von wo aus es für uns zum Gymnasium Lehrte weiterging. Hier hatten wir erst einmal kurz Zeit, unsere Pinnwand und die Vorstellung unserer Schule für das später folgende Europacafé vorzubereiten.
Und dann ging es auch schon los! Nach einem kurzen Kennenlernspiel, bei dem wir versucht haben, so viel wie möglich über die rund 200 anderen Teilnehmenden von diversen Botschafterschulen aus ganz Deutschland zu erfahren, wurden wir in Kleingruppen aufgeteilt: Sowohl JuBos als auch SeBos haben in eigenen Workshops mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten einen Einblick in die Arbeit einer Botschafterschule bzw. in die Handlungsabläufe des Europäischen Parlaments bekommen.
Für uns JuBos bedeutete das Arbeit in Kleingruppen, bei der es um die Haushaltsentwicklung der EU ging, die dieses Jahr wieder ansteht. Wie die Abgeordneten hierbei vorgehen und wie sie versuchen, langfristig – also für die nächsten sieben Jahre, für die ein entwickelter EU-Haushalt immer gilt – zu planen, war superinteressant. Besonders spannend war es, als wir uns selbst an der theoretischen Verteilung von Ressourcen und Fördermitteln der EU versuchen durften. Wie großen Einfluss Umweltkatastrophen, Handelskrisen oder Kriege auf die Budgetplanung haben können, wird als Laie oft und gerne unterschätzt.
Im Anschluss an die themenfokussierten Workshops ging dann das Europacafé los. Das muss man sich weniger wie ein klassisches Café vorstellen, sondern vielmehr wie eine Art Galerie, in der alle anwesenden Schulen ihre Arbeit und ihre Aktionen präsentieren konnten. Von den kreativsten Wegen, Umfragen zu gestalten, über Europagärten bis hin zu den klassischen Europatagen war so ziemlich alles dabei – für uns alle echt inspirierend.
Unser Donnerstag fand dann mit einem Europaquiz sein Ende (über unser Ergebnis wollen wir hier einfach mal nicht reden) und dem Check-in in unseren Hotels in Hannover.
Nach einer etwas kurzen Nacht für uns Schülerinnen und Schüler ging es am Freitag mit zwei unglaublich ausgeschlafenen Lehrkräften in Lehrte weiter. Im Mittelpunkt des zweiten Teils der Konferenz stand das Abgeordnetengespräch mit David McAllister, MdEP (Mitglied des Europäischen Parlaments), das ebenfalls von zwei JuBos moderiert und angeleitet wurde. Hier hatten wir selbst die Möglichkeit, Herrn McAllister Fragen zu Politik, zur EU, zum Leben als Politiker oder zur politischen Entwicklung in Deutschland zu stellen. Mit einem Politiker über Themen wie eine potenzielle europäische Armee, die Wehrpflicht oder Kanada als Mitglied der Europäischen Union zu sprechen, ist dann doch immer etwas ganz anderes, als nur im Unterricht darüber zu reden.
Und was darf bei einer guten Konferenz nicht fehlen? Genau: ein Gruppenfoto mit allen Beteiligten, eine Feedbackrunde und natürlich der Austausch von Social-Media-Accounts mit so ziemlich allen, die wir an diesen zwei Tagen kennenlernen durften. Denn neben neuen Ideen für die AG konnten wir auch mit super vielen Leuten in Kontakt kommen, und genau davon lebt eine solche Konferenz unserer Meinung nach auch. Es ist das Knüpfen von Verbindungen und Bekanntschaften, das ein solches Zusammentreffen einzigartig macht.
Mit einem bunten Mix aus Erinnerungen und Inspirationen haben wir uns auf den Weg zurück nach Scheeßel gemacht. Egal, ob es der Europagarten oder die „Mach deinen Punkt“-Aktion war: Vieles davon werden wir auf jeden Fall in unsere AG-Tätigkeit und den Schulalltag einbauen.
Diese beiden Tage waren einfach SPITZE!