Mittwochsinterview mit Frau Twedochleb

Redaktion: Wie sind Sie dazu gekommen, Lehrerin zu werden?

Frau Twerdochleb: Ich wollte nicht sofort Lehrerin werden.Nach dem Abi konnte ich mir es     erstmal nicht vorstellen, weil ich ein bisschen Abstand brauchte von dem Ganzen. Aber der Wunsch war so vom Ideal her in der Schulzeit schon da.Im Studium brauchte es nur ein Jahr und dann kam der Wunsch Lehrerin zu werden wieder zurück.Und die  Entscheidung ist  gefallen.

Redaktion: Was macht Ihnen an Ihrem Beruf am meisten Freude?

Frau Twerdochleb: Vielleicht so eine typische Antwort, aber die Schülerinnen und Schüler, wenn ich sehe,  das sie irgendwie Fortschritte machen: persönlich, individuell oder irgendeinen Aha-Moment haben. Das sind die Momente, auf die es für mich ankommt.

Redaktion: Warum haben Sie sich für Ihre Unterrichtsfächer Chemie und Englisch entschieden?

Frau Twerdochleb: Ich hatte immer richtig tolle Englisch-Lehrkräfte in meiner Schulzeit. Und dadurch habe ich auch gut Englisch gelernt. Da dachte ich mir ich mir, wie doof ist das, wenn man eine Lehrkraft hat, mit der man nicht so gut klarkommt und dann am Ende kein Englisch versteht. Das führt ja zu bestimmten Blockaden. Ich wollte gerne eine der guten Englisch-Lehrkräfte sein, damit möglichst viele Schülerinnen und Schüler dieses Fach, bzw. diese Sprache sprechen können. Das ist so wichtig für so Vieles.Zum Beispiel kommt man viel besser in der Welt zurecht, erlebt viel mehr und kann mehr mitbekommen. Chemie, da hatte ich tatsächlich nicht immer das Glück, eine Lehrkraft zu haben, die ich richtig gerne mochte. Generell ist Chemie auch so ein Fach, wo, wenn es mit der Lehrkraft nicht passt, es leicht ist den Anschluss zu verlieren. Und auch da wollte ich eben meinen Beitrag dazu leisten eine freundliche und schülerorientierte Lehrerin zu sein.

Redaktion:  Was ist Ihr liebster typisch Lehrerspruch?

Frau Twerdochleb: Auf jeden Fall nicht „Ich beende den Unterricht“, das finde ich ganz schlimm.So klischeehaft wie es jetzt klingen kann.Das ist nicht für mich das ist für euch. Weil es stimmt.

Redaktion: Was war Ihr Kindheitstraumberuf ?

Frau Twerdochleb : Also ganz früh Astronautin.  Aber ich weiß nicht, warum. Das war ganz ganz früh.Dann wollte ich eine Zeit lang im Tierpark arbeiten oder im Zoo .Aber das war wie gesagt   noch ganz früher und dann war eben dieser Gedanke, Lehrerin zu werden, da vorne zu stehen, vor der Klasse und das hat sich dann relativ zügig entwickelt.

Redaktion: Was sind drei Sachen, ohne die Sie den Schultag nicht überleben würden?

Frau Twerdochleb: Mein Schlüssel. Jetzt im Winter Taschentücher, sonst läuft meine Nase die ganze Zeit. Dann würde ich sagen, was zu trinken, aber ich habe nicht mal was zu trinken dabei.  Meine Brille und meine Schutzbrille, die brauche ich unbedingt. Meine eigene Schutzbrille ist schon nicht schlecht. Die finde ich gut. Dann bei der Cafetaria, die Tomate Mozzarella Stange, die ist schon sehr wichtig.

Redaktion: Was war Ihr erster Eindruck von der Schule?

Frau Twerdochleb: Schön irgendwie. Ich mag es eher ländlich. Und als ich das erste Mal hier war, hab ich gedacht, das ist alles so  schön klein. Ich war früher auf einer viel größeren Schule mit  zwei Standorten und sogar noch weiteren Gebäuden. Also extrem groß. Und hier war alles so ein bisschen heimischer, so ein bisschen idyllischer. Ich finde es hier einfach schön, weil es ein bisschen ländlicher ist. Das gefällt mir.

Redaktion: Was war Ihr lustigste oder ungewöhnlichstes Erlebnis im Studium?

Frau Twerdochleb: Wir waren im Laborpraktikum und da gab es mal ein Feuerwehreinsatz wegen uns. Es  sind  tatsächlich Chemikalien verpufft. Da muss man erst mal rausfinden, was los war.  Im Endeffekt war alles okay. Allerdings stand es trotzdem in der Zeitung.Also das ist etwas, woran ich mich immer noch erinnere.

Redaktion: Was war Ihre größte Herausforderung in Ihrer bisherigen Laufbahn?

Frau Twerdochleb: Ich glaub das Referendariat war schon hart. Das ist einfach als Ganzes wirklich nicht einfach gewesen. Ich bin am Ende gut durchgekommen, aber jeder, der damit zu tun hatte, weiß wie anstrengend das ist. Die größte Herausforderung hier an der Schule  war am Anfang, die ganzen Informationen aufzunehmen. Heißt also erstmal zu wissen wo man sie sich beschaffen kann bzw. zu wissen wen frage ich dann am besten.

Redaktion: Was denken Sie über Hausaufgaben? 

Frau Twerdochleb: Ich finde es gut kleine und auch sinnvolle Hausaufgaben zu geben. Wenn aber eine Klasse gut arbeitet und gut vorankommt, warum soll ich euch als Belohnung noch mehr Hausaufgaben geben? Und Zweitens, muss es eine gewisse Funktion haben.Es gibt einen Rahmen, in denen man sich bewegen darf. Ich darf euch auch nicht zu viel Hausaufgaben aufgeben. Das geht ja nicht. Und dann muss es auch eine Funktion haben, das steht für mich an erster Stelle.Das bedeutet wenn Hausaufgaben eine Funktion erfüllen, dann auf jeden Fall. Und dann bitte ich auch drum, sie zu machen. 

Dieses Interview wurde von Louisa aus dem 9. Jahrgang geführt.

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