Mittwochsinterview mit Herr Dreves

Wir haben Herr Dreves, den neuen Erdkunde- und Physiklehrer bei uns an der Eichenschule interviewt. Er ist seit dem Halbjahr Lehrer bei uns. Viel Spaß beim Lesen!

ES-Magazin: Warum haben Sie sich dazu entschieden, Lehrer zu werden?

Herr Dreves: Eigentlich, weil ich schon immer gerne Wissen geteilt habe.

ES-Magazin: Warum sind Sie Physik-/ bzw. Erdkundelehrer geworden?

Herr Dreves: Die Welt begreifen ist in Erkunde ein Gesamtthema und ein großer Teil davon ist aber eben auch die Physik. Wetter, Gesteine oder sowas ähnliches, hat eben auch sehr viel mit dem Thema Physik zu tun.

ES-Magazin: Wie erklären Sie schwierige Themen so, dass Schüler es gut verstehen? 

Herr Dreves: Also ich versuche immer ein Beispiel zu finden aus dem Alltag, wenn es denn möglich ist. Und ansonsten versuche ich auch viele Sachen mehrfach zu erzählen, in der Hoffnung, dass ihr das dann verinnerlicht.

ES-Magazin: Und was war dann so das beeindruckende Experiment, was sie  gemacht haben im Unterricht?

Herr Dreves: Na, wäre die Frage, für wen beeindruckend für Schüler oder für Lehrer?

ES-Magazin: Für Sie.

Herr Dreves: Für mich, okay. Also ich würde eher andersrum sagen: Für Schüler sind häufig einfache Experimente viel schöner und besser, als wenn man viele Apparate und so weiter braucht, weil ich denke, die meisten Schüler gehen bei diesen davon aus, dass es schwierig ist. Und wenn es was Einfaches ist, gibt es dann diesen Aha-Effekt, dass ist dann für Schüler viel eindrucksvoller.

ES-Magazin: Was wäre Ihr erster Schritt, den Sie umsetzen würden, wenn Sie Präsident oder Kanzler wären?

Herr Dreves: Also da ich ja nun Lehrer bin, wäre meine erste Amtshandlung auch im Bereich Schule und das wäre, dass wir Schule in Deutschland vereinheitlichen und nicht 16 unterschiedliche Systeme haben.

ES-Magazin: Wenn Physik eine Person wäre, wie würden Sie sie dann beschreiben?

Herr Dreves: Also nicht ganz ordentlich, weil Physik ist immer ein bisschen verbunden mit verrückten Ideen. Also ganz ordentlich nicht. Das wäre der Mathematiker. Ja also. Wie stellt man sich so einen Menschen vor? Also er ist nicht ganz ordentlich, er ist aber auch eine Spur kreativ. Auf der anderen Seite natürlich unheimlich neugierig.

ES-Magazin: Aber wie kann  so jemand aussehen? Vielleicht äußerlich besondere Merkmale irgendwie, wo man denkt, okay, den könnte man sofort mit Physik in Verbindung bringen. 

Herr Dreves: Ich weiß, dass  ja sehr viele Leute so ein Bild haben aber. Aus meiner Erfahrung ist das nur etwas, was vielleicht im Fernsehen gut läuft aber im wirklichen Leben nicht. 

ES-Magazin: Warum ist Physik Ihrer Meinung nach wichtig für die Gesellschaft oder besser gesagt ist es das überhaupt?

Herr Dreves: Es erklärt uns die Welt, wir müssen uns in dieser zurechtfinden und durch die Wege der Physik auch Vorhersagen machen. Und das ist in ganz, ganz vielen Bereichen wichtig.

ES-Magazin: Wenn Zeitreisen so möglich wären, in welche Zeit würden Sie dann gerne reisen? 

Herr Dreves: Also sich auf eine Zeit festlegen ist irgendwie schwierig. In die Zukunft würde ich nicht reisen, aber in die Vergangenheit. Zum Beispiel ganz an den Anfang der Erdgeschichte, wo es zum Beispiel ja noch keine Vögel gab. Wie das sich wohl einfach angehört haben muss, wenn es noch keine Vögel gab. Und wie dann so ein Tag ist, wenn morgens kein Vogel zwitschert. Wie erlebt man das? Das finde ich interessant. Oder deutlich später jetzt so in als die Menschheit eben so aufs Rad gekommen ist oder auf die Nadel. Also in der Steinzeit, als die Leute sich überlegt haben, wie kann ich Kleidung machen mit einer Nadel? Also so die Geschehnisse, wie Dinge entstanden sind nachzuspielen quasi, die für uns jetzt mittlerweile selbstverständlich sind. Ja, aber auch eben berühmte Persönlichkeiten mal zu erleben. Ich meine, ihr redet von Herrn Newton oder so in Physik und genau diese Menschen einfach mal zu erleben.

ES-Magazin: Welche Ausrede haben Sie in Ihrer früheren Schulzeit am häufigsten verwendet?

Herr Dreves: Also, ich denke, das wird mir keiner glauben, aber ich hatte sowas nicht. Ich glaube, ich bin in meinem Schulleben zweimal zu spät gekommen.

ES-Magazin: Welchen Rat würden Sie denn so jüngeren Menschen für die Zukunft geben? 

Herr Dreves: Neugierig sein und Änderungen annehmen.

Vielen Dank an Herr Dreves für das Interview!

Dieses Interview wurde von Frieda und Tamina aus dem 9. Jahrgang geführt.




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